Donnerstag, 26. Juli 2007

Weiter machen!

Jetzt wo meine Zeit langsam ihrem Ende zu geht, scheine ich auf einmal sentimental zu werden. Jedenfalls habe ich mich dazu entschlossen meinen Dienst verlängern zu wollen. Anfang letzter Woche ging mein Antrag auf die freiwillige verlängerung meinse Wehrdienst (fwdl uns so weiter) um 6 Monate (bis März  2008) raus.
Okay.. vielleicht war es weniger Sentimentalität, als auch der Wunsch noch etwas mehr Kohle zu scheffeln (so ganz neben Studiumsvorbereitungen). So wird diese Sache noch etwas für mich dauern, wenn alle klappt.
Das ist aber leider im Moment nicht so wahrscheinlich, da neben mir noch drei andere einen Antrag gestellt haben. Alle drei haben ihn vor mir gestellt und zwei von ihnen ausgebildete Hotelfachkräfte.. und auch noch richtig gute. Aber mal sehn. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Als kleines Schmankerl hier noch ein paar Bilder aus meinem neuen Arbeitsleben:

Mein Dienst in der OHG

Mittwoch, 25. Juli 2007

Erstma nen Rückblick

Bevor ich hier wieder etwas neues Schreibe, werde ich erstmal einen kleinen bebilderten Rückblick präsentieren. Ich hab mich jetzt doch dazu entschlossen auch hier ein paar Fotos zu zeigen. Es sind hauptsächlich Fotos, die ich noch nicht gezeigt hatte. Am besten ihr schaut sie euch als Diashow an.

Meine Grundausbildung in Erfurt


Ach ja und nochwas. Ich habe mich auch dazu enschlossen euch mitzuteilen, wo ich stationiert war. Nämlich in Erfurth. Alles weitere gibts in den Fotos.

Freitag, 4. Mai 2007

Hats ihnen geschmeckt?

So ich stehe heute am Anfang meiner zweiten aktiven Woche meiner neuen Aufgabe. Ja, mein neuer Dienst als "Ordonanz" begann damit, dass ich erst einmal für eine Woche Urlaub nehmen musste. Ich arbeite jetzt nämlich im Schichtdienst jeweils eine Woche lang von Freitag bis Freitag. Wochentags von 6-18:30 und am Wochenende von 7-17:30. Wenn dann eine Woche rum ist, hab ich eine Woche Urlaub. Und ich kam eben gerade zum Urlaub. So durfte ich mich dann erstmal wieder an die Freiheit des zivilen Lebens gewöhnen, bevor ich dann in die Höhle des Löwen musste. Alles in allem kann ich aber Sagen, dass meine neue Arbeitsatmosphäre meistens recht locker ist. Auch meine Kolllegen ähhhh Kameraden sind toll. Nur manchmal scheint noch das Soldatsein durch. Zum Beispiel wenn es Ärger gibt, heißt es wieder "Jawohl" statt "Jau /Okay/Jo". Ansonsten bin ich jetzt in einem Gastronomie Betrieb.
Zu meiner Arbeit kann ich sagen, dass ich mich noch ein bisschen doof anstelle. Ich habe irgendwie auch einen Fabel Sachen fallen zu lassen. Zwar nicht so, dass sie dabei kaputt gehen, aber viel Krach machen. Und ganz nach Myrphys Gesetz" passiert dass dann natürlich in den ungünstigsten Zeitpunkten.
Auch habe ich inzwischen bestimmt wieder ein bisschen zugelegt, denn das Essen ist gut und reichlich. Kein Wunder schlieslich bekommt das Personal das gleiche Essen von den selben Köchen wie die Gäste. Und meistens sind es riesige Portionen und da ist kein Gericht über 3 Euretten. So schaffe ich es auch meistens meine Mahlzeiten von meinem Trinkgeld zu bezahlen. Und meistens ist danach noch was übrig um.. öh.. damit.. was Anderes zu machen.. Was man halt so macht.

Inzwischen hab ich auch schon viele höhere Dienstgrade (bis hoch zum Oberst und General getroffen und teilweise sogar bedient). Wenn ich mir andererseits überlege, wie viel Geld die verdienen, könnten unsere Trinkgelder etwas höher sein...

Und ich denke jemdand der sich bei der Bundeswehr darüber beklagen kann, dass die Trinkgelder höher seien könnten, hat es gut :-)

Beim gemüttlichen Schwatz mit den neuen Kollegen, habe ich einen nette Geschichte gehört, die sich an meinem letzten Standort (also die Kaserne in der ich vor meiner Versetzung war) ereigent hat.
Es war wohl Sylvester und in der Kaserne haben ein paar diensthabende Soldaten ein wenig zu viel getrunken. Einer von ihnen wirft im Suff einen Blööer aus dem 1. Stockwerk der Kaserne auf die Straße.
Soweit okay, aber das lustige ist, ist, dass grade die Wache unterm Fenster vorbeiging äh.. streifte ^^ und die fühlte sich angegriffen und alarmierte die Kaserne.
Ist das nicht herrlich. Ich hab mich bei dem Gedanken weggeschmissen. Da haben sich bestimmt alle gefreut, als sie rausbekommen haben was los war.

Nun möchte ich zum Schluss noch etwas organisatorisches besprechen. Da es in meinem kommenden Tagesgeschehen auf Dauer nicht soo viele aufregende Ereignisse geben wird, suche ich weitere Personen, die aus ihrem Werhdienstalltag berichten. Vielleicht ja auch der ein oder andere Kamerad, der bald seinen Diens beginnen wird (moorlook wie siehts aus) und auch aus seinem AGA-Alltag berichten will. Auch FWDLer sind herzlich eingeladen ;-)
Ich würde mich auf euer E-mils freuen : > bsh (at) gmx (punkt) li < ist die Adresse.
Ich bin gespannt.

Mittwoch, 4. April 2007

Man hat mich versetzt II

Heute war mein 3. Tag in meiner neuen Einheit. Ich durfte inzwischen mein rotes Baret gegen ein grünes tauschen und auch ein neues Abzeichen dafür bekommen. Auch habe ich inzwischen gelernt, was meine neuen Aufgaben als Erkunder und Fernmelder gewesen wären. Das ist jetzt aber unwichtig, da ich inzwischen wieder versetzt wurde.
In die Kompanie, in der ich bis Dienstag noch ansässig war, sind mehr Rekruten versetzt worden, als dort benötigt werden. Darum wurden für die Rekruten die "über" waren neue Einheiten gesucht. Und so fragte mich unser Teileinheitsführer am Montag, ob ich, da ich ja Abi habe und nicht so rede, als käm ich grade aus dem Wald, nicht meine restlichen 6 Monate in der UHG (UnteroffiziersHeimGesellschaft) Dienst machen möchte.
Kurze Militärkunde: Normalerweise gibt es in jeder Kaserne ein Mannschaftsheim (für alle Mannschaftsdienstgrade), ein Unteroffiziersheim (für alle Unteroffiziersdienstgrade) und ein Offiziersheim (für alle.. naja ihr könnts euch hoffentlich denken). Man könnte die Heime als eine Art Lokal / Kneipe für die jeweiligen Dienstgradguppen bezeichnen.. Schaut euch am Besten den Wikipedia Artikel dazu an.
Für mich hätte ein Job in der UHG bedeutet, dass ich ein bisschen hinterm Tresen stehe und Getränke ausschenke. Und weil ich offen für Neues bin, erklärte ich mich bereit zur Versetzung. Wie sich am Dienstag allerdings herrausstellte, sollte ich mich nicht in der UHG sondern in der OHG mal vorstellen. Da war auch unser Oberfeldwebel überrascht.
Ich bin jetzt also seit gestern in der OHG und dies bedeutet gleich einige Neuerungen für mich, auf die ich mich einstellen muss. Alles in allem herrscht dort ein etwas gehobeneres Ambiente. Dort kann man durchaus sogar mal auf den ein oder anderen Genral stoßen (den höchsten Dienstgrad den es in der BW gibt). Und zu besonderen Anlässen wie Bankets oder Feiern, kann auch mal der Verteidigungsminister oder der Staatssekretär auftauchen. Okay.. das mögen jetzt nicht so die Celebrities sein für uns normale Menschen sein, aber für die Bundeswehr schon. Auch wird meine Aufgabe etwas anders sein, asl in der UHG bzw bisher beim Bund. Dort werde ich nicht nur irgendwie am Tresen stehen sondern als richtige Bedinienung tätig sein.. also richtig als Kellner. Dafür bekomme ich - und die anderen die am 29.3. in die OHG versetzt wurden - auch Unterricht. Eine Art Hotelkaufmann-Craschkurs in zwei Wochen.. bis auf das "Hotel" und stattdessen eben Kellner.. aber ich hab vergessen wie man den Fachbegriff dazu heißt.
In diesem Kurs lerne ich Tische einzudecken, wie ich Teller aus der Küche zum Gast bekomme, wie ich ein Verkaufsgespräch mit dem Kunden führe usw...
Was mir echt schwer fällt, ist mir die Speise-, Getränke- und Weinkarte ein zu prägen. Dabei fällt mir ein, dass ich das heut noch nicht gemacht habe...
Naja vielliecht hab ich ja morgen noch ein bisschen Zeit dafür. Es bleibt spannen.

Donnerstag, 29. März 2007

Man hat mich versetzt, mir einen Korb gegeben

besser gesagt eine Plastiktüte, voll mit Brot, Aufschnitt, Obst und was zum Trinken. Denn heute war der Tag meiner "Inmarschsetzung". Und darum gabs auch diese netten Verpflegungsbeutel.
Zu meiner neuen Einheit kann ich noch nicht viel sagen. Wir haben nach unserer Ankunft hauptsächlich Formulare ausgefüllt und ein paar allgemeine Infos bekommen. Dann durfte meine Gruppe (dazu komme ich gleich) ihr Gepäck in einem Kellerraum verschließen und nachdem wir ein weiteres Formular ausfüllten durften wir auch schon wieder gehn. Zusätzlich wurden wir sozusagen gezwungen für morgen eine Beurlaubung zu beantragen, die uns geschenkt wird von unseren Urlaubstagen abgezogen wird...
Nun etwas zu meiner neuen Kompanie. Zu allererst es ist die 1. Kompanie in unserem Battalion, eingeweihte wissen dadurch sofort: Aha! Stabsdienst, Schreibtisch, Kaffee kochen.
Das dachte ich auch erst in meinen Vorstellungen vom Nirvana. Ganz so wird es aber wohl nicht werden.
Uns wurde nämlich gelich gesagt, dass wir noch hin und wieder mal Gefechtsdienst haben werden, dass wir nochmal Schießen fahren werden und dass wir für genau 9 Tage über Pfingsten auf den Truppenübungsplatz fahren werden. Waffen ist im Übrigen ein gutes Stichwort. Ich bekommen nämlich noch eine alte "neue" Waffe zu Gesicht. Nämlich das G3. Es ist der Vorgänger des G36 und schon über 40 Jahre alt. Aber es sol technisch noch gut mithalten könne, jetzt mal abgesehen von den Visiereinrichtungen.
Noch etwas neues: Im Stab wird man nicht mehr Zügen zugeordnet, sondern Teileinheiten... oder so (ich habe den genauen Ausdruck vergessen) Ich gehöre der Teileinheit "Aufklärer / Fernmelder" an. Was das dann aber Für Aufgaben mit sich bringt weis ich noch nicht. Das was ich bis jetzt gesehen habe sah aber sehr nach Büro und Schreibtisch aus... mal sehn, es bleibt spannend.

Ps: für Eingeweihte gibt es wieder neue Bilder

Montag, 26. März 2007

Meine Tage sind gezählt

hier in meinem aktuellen Batallion. Kommenden Donnerstag werde ich in meine neue Einheit versetzt. Damit ist auch meine AGA um. Leider hab ich sie nicht bestanden. Das liegt daran, dass ich während der knappen Woche, in der ich krank Zuhause und auf der Sanstation lag, drei AGA-relevante Ausbildungen verpasst hab. Das ist aber nicht so traggisch, da ich die dann in meiner neuen Einheit nachholen kann. Es sei denn mein dortiger Kasernenkomandant findet, ich müsse doch nochmal die Komplette AGA wiederhohlen. Das ist aber nicht sehr wahrscheinlich... hoffe ich jedenfalls.
Die letzte Woche hier klingt was Arbeit usw angeht relativ easy aus. Neben ein wenig Sport steht hauptsächlich Putzen auf dem Programm. Da ein Großteil der Rekruten schon letzten Donnerstag versetzt wurden, müssen hier nun wesentlich weniger Persohnen, die gleiche Menge an Räumen und Fluren putzen. Während wir bisher zu dritt oder zu viert das Treppenhaus putzen mussten, müssen wir es jetzt zu zweit säubern und danach noch ein anderes Revier reinigen.
Andererseits müssen alle Waffen aus der Kompaniewaffenkammer pro Quartal gründlichst grundgereinigt werden. So habe ich heute knapp 7 Stunden lang ein G36 gereinigt. Morgen sind dann die Maschienengewehre dran.
Rein Gruppendynamisch ists alles etwas unbequemer als bisher. Unsere Stuben wurden zusammengelegt, und da hab ich ein paar eher unruhige und öfters auffallende, aber "menschlich-schwer-in-ordnung"-seiende Zimmergenossen erwischt. Ausserdem steigt einigen zu Kopf, dass sie ihre AGA nun bald hinter sich haben und diesen Ort dann verlassen dürfen. Ach ja, das wird spannend.

ps: Ich habe nicht vergessen, dass ich noch ein paar Berichte nachholen muss. Die kommen noch. Soldaten Ehrenwort ;-)

Sonntag, 25. März 2007

Rekrutenüberprüfung

Leider hat es aus technischen Gründen der nun folgende Text nicht schon letzte Woche am Mittwoch ins Blog geschafft. Unter der Woche blogge ich ja per E-mail. Und in letzter Zeit habe ich immer wieder Schwierigkeiten über E-Mail zu posten. Aber am Donnerstag hat das ja ganz gut geklappt. Scheinbar liegt es an der Länge der Artikel. Naja.. ich werde dem noch auf den Grund gehn.
Hier nun aber der Text über die Rekrutenüberprüfung:

In der Woche vor meinem Gelöbnis, gab es einen Tag lang dann noch die Rekrutenüberprüfung. Das hörte sich auch für uns den ersten Moment lang wie etwas AGA-relevantes an, ist es aber nicht. Es sollte sich eher so nennen: Überprüfung was bei den Deppen in den letzten 2 einhalb Monaten hängengeblieben ist, und was man vor der Abschlussübung noch nachholen muss, damit wir uns nicht total blamieren. Blos das sind halt zu viele Wörter und die würden dann nicht mehr in den Dienstplan passen. Das ist der Grund... hab ich gehört (und damit mein ich frei erfunden).
Teil der Überprüfung war aber tatsächlich so ziemlich alles, was wir in den letzten Wochen beigebracht bekamen. Dabei war natürlich das korrekte Zerlegen und Zusammensetzen aller Waffen, die wir kennen gelernt haben, aber auch das richtige An- und Ablegen der ABC-Schutzausstattung. Im Simulator standen wir vor der Aufgabe 11 Computer Soldaten aus einem malerischen Dorf mit unserem G36 rauszuballern (Was sich auf Grund deren Tarnung als sehr schwierig herausstellte: "Wo ist der denn? Ich seh nix!"). Dann sollten wir unter Beweis stellen, wie gut unsere Fähigkeiten im Funken sind, ob wir Meldungen richtig ver- und entschleiern (de- chiffrieren) können und ob wir in der Lage sind eine Lageskizze von einem Gebiet anzufertigen. Auch ein kleiner schriftlicher Test stand auf dem Programm. Hierbei sollte man beantworten können wie z.B. unser Verteidigungsminister heißt, wann uns ein Vorgesetzter etwas befehlen darf, oder welche Baugruppen zu einer Waffe gehörten
Mein besonderes High Light an diesem Tag war aber der Sanitätsteil. Einerseits mussten wir lustig rollenspiel-mäßig Verwundete aus unserer Gruppe von einem Ende der Hindernissbahn bis zum San-Zelt auf der anderen zu tragen, zu ziehen und zu schleifen. Anderer seits sollten wir bei einen Verletzten die Erstversorgung durchführung, so wie wir es in unserer theoretischen und in underer praktischen SanAusbildung gelernt haben. Ööö... "Herr Stabsunteroffizier, ich hatte weder die praktische noch die theoretische. Ich war in der Woche krank." "Haben sie nen Führerschein?" "Ja" "Sehn se, mehr werden sie nicht brauchen. Ich verlange nur das, was sie dort gelernt haben." Okay, denk ich mir, dann kanns ja nicht so schlimm sein. Nen bisschen Stabileseitenlage, evtl. ne Mund zu Mundbeatmung. Da kann ja kaum was schief gehn. Und dann geh ich in das Zelt, wo dann die Rollenspieler, die die Verwundeten spielen, und seh nen Typen mit nem offenen Schienbeinbruch.